Männerkreis

2026-01-12 MuK Abendgebet (c) Pixabay/Vera Lender

Impuls zum Abendgebet vom 8. Januar 2026

Thema: Aufbrechen – neu anfangen - ein neues Leben beginnen

Mit Worten von Karl Rahner möchte ich beginnen, mit denen er sagt:

„Lasst uns laufen, lasst uns vergessen, was hinter uns liegt. Es ist noch alles Zukunft. Es sind noch alle Möglichkeiten des Lebens offen, weil wir Gott noch finden, noch mehr finden können. Nichts ist vorbei und nichts ist bei dem verloren, der Gott entgegenläuft.“

In einem Glückwunsch zu meinem letzten Geburtstag hieß es: Nur der ist alt, der nicht mehr neu anfangen kann.

Neu anfangen können, das hat etwas Faszinierendes an sich. Das neue Jahr beflügelt uns zu neuen Vorsätzen, auch wenn sie immer wieder nicht durchgehalten werden können. Neu anfangen, unbelastet von all dem Versagen und den Enttäuschungen, die hinter mir liegen, die an mir nagen und mir sagen: Es hat doch alles keinen Zweck. Alles schon probiert. Die Gegenkräfte sind zu stark. Ich komme nicht aus meiner Haut heraus. Ich mache mich nur kaputt dabei.

Dennoch lohnt es sich, mit mir selbst neu anzufangen. Wer möchte nicht dieses oder jenes ändern in seinen Lebensgewohnheiten. Neu anfangen mit den Menschen um mich herum, vielleicht mit dem Ehepartner, den Kindern oder mit den Nachbarn. Das gilt auch für unser kirchliches Engagement. Zu Beginn dieses neuen Jahres beginnt eine neue Etappe für unsere Gemeinden im Düsseldorfer Norden. Durch die Fusion werden wir zu einer Pfarrei. Wir sollten das gesellschaftliche und politische Umfeld in Augenschein nehmen: Neu anfangen im Einsatz für eine Menschenfreundlichkeit in der Gesellschaft, im Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden,  in unserem Umfeld wie auch weltweit.

Oft verhindert die eigene schlechte Erfahrung diesen Neuanfang. Vielleicht liegt das aber auch bei mir, bei meinen falschen Methoden, weil ich mit dem Kopf durch die Wand will. Ich muss einen neuen Weg suchen, wo ich die Wand umgehen kann. Vielleicht habe ich mir zu viel vorgenommen. Ich brauche  Menschen, die  mich aufmuntern, mir ein Wort sagen, das aufrichtet, sie können mir neue Wege aufzeigen. 

Oft verhindert die Angst den neuen Anfang, die Angst sich bloßzustellen, sich lächerlich zu machen in den Augen anderer, überhaupt sich zu stellen, wo ich doch lieber einfach mitschwimme im Meinungstrend, um nicht aufzufallen. Trotzdem: Neu anfangen ist eine Sehnsucht, die trotz allem in uns lebt.

Und diesen Neuanfang will uns auch Gott mit dem neuen Jahr, mit einem jeden neuen Tag, schenken, auch nach allen Enttäuschungen und allem Scheitern im alten Jahr. So wie dieser gütige Gott sich immer wieder neu auf uns einläßt, so dürfen wir uns immer wieder neu auf ihn einlassen.

Wir dürfen aufbrechen, wir dürfen uns auf den Weg machen, dem Stern folgen, wie damals die drei Weisen. Wir brauchen keine Mühen scheuen, wir dürfen mutlos sein und kein Ende sehen, wir dürfen stolpern und wieder aufstehen, wir dürfen träumen, hoffen, dem Weg vertrauen, ankommen beim Kind in der Krippe, wie damals die drei Weisen.

Vertrauen wir den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist. Ich wünsche uns allen eine erfüllte Zeit in diesem neuen Jahr 2026.

Klemens Steffens


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