Männerkreis

2023-03 MuK Abendgebet (c) Vera Lender

Impuls zum Abendgebet vom 7. August 2025

Thema: 

„Wenn möglich, bitte wenden ...“ Lebenshilfe aus dem Navigationsgerät?

Wer hat das nicht schon einmal erlebt: Autofahren mit dem Navigationsgerät. Der Zielort ist genau programmiert, alles scheint zu klappen. Es geht los. Und dann wird eine Kreuzung übersehen, eine Abbiegung verpasst. „Wenn möglich, bitte wenden“ sagt plötzlich eine nette Stimme aus dem Navi. Ja, ich habe mich verfahren und muss umkehren, damit es weiter geht. Schlimmer noch, wenn ich auf einem Feldweg gelandet bin oder im Dreck einer Sackgasse. Dann steht man da und es gibt zunächst kein Vor und Zurück. Was tun, wenn man feststeckt?Meistens helfen ein paar Wendemanövet samt schmutziger Reifen, aber es geht weiter. 

Im Leben ist es nicht so einfach, wenn ich stecken bleibe oder in falscher Richtung unterwegs bin. Manchmal spüren wir, dass es so nicht mehr weitergeht. Wir sind gelähmt.Da hilft es auch nicht, wenn Bekannte uns freundlich auf die Schulter klopfen und sagen: „Wird schon wieder.“ Wir bekommen Angst vor dem, was sich da vor uns auftut. Und ich erinnere mich an jene freundliche Stimme aus dem Navigationsgerät, die nach erfolgter Umkehr sagt: „Ihre Route wird neu berechnet.“

Die Route des Lebens ändern. Das ist es, damit es weitergeht.Veränderungen sind unbeliebt. Wir sehen das auch in der Kirche, wo Veränderungen anstehen. Änderungen oder Umkehr sind anstrengend, besonders wenn die gegenwärtigen Umstände unerträglich geworden sind. Aus Lebensnischen, aus dem Gewohnten herauszukommen, ist stets eine große Heraus-forderung. Eingespielte Abläufe ändern, Neues zuzulassen, zum Besseren sich entscheiden, ist eine große Herausforderung.

Hier denke ich dabei an den Propheten Elia. Der glaubte, alles im Griff zu haben. Er war im Namen Gottes unterwegs, hatte Anfang Erfolg und fällt dennoch in ein tiefes Loch. Er weiß weder ein noch aus. Er legt sich unter einen Ginsterstrauch und will nur noch eins: schlafen und sterben. Aber es kommt ein Bote Gottes und stellt ihm ein Brot und einen Krug Wasser hin mit den Worten: „Steh auf und iss, sonst wird der Weg zu weit für dich.“ Elia steht auf und wird zum Visionär, er verkündet Veränderungen, er sorgt zugleich für Verunsicherung. Der Herr läßt Elia nicht fallen, so erzählt die Bibel. Dem Elia wird Hoffnung gemacht „die Route neu zu berechnen“ und sich auf einen neuen Weg zu machen. Die Möglichkeit sich zu ändern, besteht immer, für die Kirche wie für den Einzelnen von uns. 

Ob wir Lust auf Neues haben, ob wir den toten Punkt überwinden und bereit sind, Mauern zu überspringen oder nur einfach stehen bleiben, hängt von unserem Glauben ab, der die Wirklichkeit nicht ausblendet und sich von der Angst nicht abhalten läßt, die „Route neu zu berechen“. Änderungen können nur geschehen, wenn die Angst vor dem Neuen uns nicht voll in Beschlag nimmt. Quellen müssen sprudeln, damit Neues geschaffen und entstehen kann. 

Klemens Steffens


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