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St. Bruno . Bekannt nach Gründer des Kartäuserordens

Adresse

Kalkumer Straße 58
40468 Düsseldorf (Unterrath)

Geschichte

Zugehörigkeit zu St. Maria unter dem Kreuze

1905 . Bau einer Notkirche an der Kalkumer Straße (St. Antonius)

1919 . Gründung der Kirchengemeinde St. Bruno

1928 . Bau der Kirche

1952 . Abschluss des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg

1998 . Zugehörigkeit zum Pfarrverband Unterrath/Lichtenbroich

2011 . Zugehörigkeit zur Kirchengemeinde Heilige Familie

Bau

Die in Unterrath-West gelegene Kirche steht in der Tradition zeitgenössischer Architektur und bricht erstmals in Düsseldorf mit dem bis dahin vorherrschenden Historismus im Kirchenbau. Sichtbares Ziegelmauerwerk und einfache Formen geben der St.-Bruno-Kirche seit 1928 ein klares Erscheinungsbild (Architekten: Hans Tietmann/Karl Haake). Der Wiederaufbau mit flacher Decke und weiten Öffnungen der Seitenschiffe nach dem Zweiten Weltkrieg unterstreichen dies (Architekt: Heinz Thoma). Bei der Renovierung im Jahr 2000 (Architekten: Hubert Brauns/Richard Janeschitz-Kriegl) wurde die Gestaltung durch geschickte Farb- und Materialwahl noch hervorgehoben.

Im Inneren sticht der zum Weltjugendtag im Rheinland 2005 von der Düsseldorfer Künstlerin Cynthia Tokaya gestaltete Kreuzweg hervor. 2009 war er Vorlage für den Ökumenischen Kreuzweg der Jugend in Deutschland. Die Statue des Hl. Bruno am rechten Seitenschiff erinnert an den Gründer des Kartäuserordens, der bis 1964 ein Kloster in Lichtenbroich unterhielt.

Der Heilige Bruno

Dieses Thema behandelte Dr. Bruno Kammann aus Golzheim am Festtag des Hl. Bruno, 6. Oktober 2014, in der Pfarrgemeinde St. Bruno mit Lichtbildern vor 35 Teilnehmern.

Das Leben des Bruno von Köln

Bruno wurde 1030 in Köln, in der Pfarre St. Kunibert, geboren. Er studierte in der damaligen geistigen Metropole Frankreichs, Reims, lehrte als Domscholaster die Studenten die „Sieben freien Künste“ und erwarb sich das Vertrauen seines Bischofs, der ihn zum Kanzler machte. Nach dem Tod des Bischofs wurde Bruno zum Bischof gewählt, musste aber dem durch Korruption auf den Bischofssitz gekommenen Manasse weichen. Bruno erhob auf den Regionalkonzilien 1077 in Autun und 1080 in Lyon Anklage gegen seinen Bischof wegen Simonie, der ihn daraufhin verfolgte. Papst Gregor VII. setzte Manasse ab und Bruno wieder als Kanzler ein.
Schon lange vorher hatte Bruno innerlich den Wunsch nach Stille und Kontemplation. Er verließ Reims und suchte mit sechs Gefährten nach einem passenden Ort für sein zukünftiges Leben, den er und seine Gefährten mit Hilfe des Bischofs Hugo von Grenoble in der Chartreuse, einem Tal in den Alpen unweit Grenoble, fand.
Nur vier Jahre konnte Bruno mit seinen Gefährten sein Kloster aufbauen; Papst Gregor VII. berief ihn 1090 als Kanzler. Rom mit seinen Anforderungen entsprach aber nicht dem inneren Wunsch und der Berufung Brunos. Vergeblich bot der Papst ihm das Bistum Reggio in Kalabrien an; Bruno suchte die Einsamkeit, die er durch Unterstützung des Normannenherzogs Roger in La Torre/Kalabrien fand, wo er ein zweites Kloster gründete.
Schien die erste Gründung La Grande Chartreuse zunächst durch den Weggang Brunos gescheitert, - das Gebiet der Chartreuse wurde verkauft - so fassten die Gefährten unter der Führung Landuins wieder Mut, ließen sich die Schlucht zurückerstatten und siedelten erneut. Bei einem Besuch Landuins in La Torre stärkte Bruno seine Gefährten, die durch den Tod Landuins auf der Rückreise und Brunos Tod am 6. Oktober 1101 in La Torre wiederum verwaist waren.
Prior Guigo von Castell sammelte und verfasste 1127 die „Gebräuche“. Der Hl. Anthelm von Chignin berief alle Prioren zu einem Generalkapitel und gründete offiziell den Kartäuserorden, der 1170 vom Papst Alexander III. bestätigt wurde. Bis 1400 wuchs die Zahl der Kartäuserklöster auf 200. Heute existieren weltweit 18 Kartäuserklöster und sechs Kartäuserinnenklöster.

Die Bedeutung des Heiligen Bruno und der Kartäuser heute

1. Mut zur Wahrheit: Der Hl. Bruno hat durch seine Anklage in Autun und Lyon bewiesen, dass das Eintreten für die Wahrheit, auch gegen den eigenen Bischof, Vorrang hat vor einer noch so erstrebenswerten Karriere. Auch der Verzicht auf das Bistum Reggio erforderte Mut, weil Bruno, der nicht Priester war, dem Wunsch des Papstes nicht nachkam.

2. Suchen Gottes in der Stille und im Schweigen: Gott ist ein verborgener Gott, den man suchen und finden muss. Er lässt sich finden nicht im Trubel der Welt, auf Partys und in Diskotheken, sondern in der Abgeschiedenheit und im Schweigen, damit man ihn hören kann.

3. Sammlung und Askese: Die Einsamkeit der Mönche führt zur Sammlung, zur Meditation und Reflexion. Sie denken vom Ende, vom Tod her, der die Vollendung des Menschen bringt. Die geistige und körperliche Askese – Verzicht auf Fleisch, Beschränkung auf Fisch, Gemüse, Kartoffeln, Obst; Verzicht auf Vergnügungen, auf dominantes Verhalten - zügeln das Begehren des Menschen.

Literatur

Becker-Huberti, Manfred (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen. Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf. Köln 2009


Katholische Kirchengemeinde
Heilige Familie

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